International Art Fair,
18. - 21. Oktober 2018, Paris

Jesuys Crystiano

5. Oktober - 10. November 2018

Vernissage Freitag, 5. Oktober 2018,
18:00 - 21:00 Uhr

  • Jesuys Crystiano, Graffiti, undatiert

2010 werden Jesuys Crystianos monumentale Wandzeichnungen auf Mauern und in Abrisshäusern in Ilheus / Brasilien entdeckt. Sie zeigen surreale Bilderwelten in unverkennbarem Stil, eigenwillig und mit schnellem, sicheren Strich gezeichnet. Der Entdecker der Wandzeichnungen, Thilo Scheuermann, ein dort ansässiger deutscher Hotelier nimmt Kontakt zu dem Künstler auf. Crystinao lebt derzeit noch auf den Straßen von Ilheus und wird von Nachbarn versorgt. Wie Crystiano dorthin gelangte ist unklar. Denn er erinnert sich nur fragmentarisch an seine Vergangenheit. Seine biografischen Daten sind ungewiss. Sein Geburtsjahr wird willkürlich gewählt und durch richterlichen Beschluss auf das Jahr 1950 festgelegt. Vermutlich wuchs Crystiano in Buerarema im Staat Bahia in Brasilien auf und besuchte dort die Schule. Seine Jugend verbrachte er wohl in Rio de Janeiro.

Nach 2010 nimmt Thilo Scheuermann den Künstler bei sich auf und fördert seine künstlerische Arbeit fortan indem er ihm Zeichenmaterial zur Verfügung stellt und die Entstehung der Werke fotografisch dokumentiert. Crystiano lebt dort bis zu seinem Tod im Jahr 2015.

In dieser Zeit entsteht ein umfangreiches Oeuvre mit Zeichnungen, Kollagen, Objekten. Seine Bilderwelten zeigen ein dichtes, ornamentales Geflecht aus architektonischen, floralen und figürlichen Elementen. Merkwürdige Gesichter mit markanten Nasen und Zigarettenstummeln im Mund, Flugzeuge, Gebäude, Tiere insbesondere Vögel, Regenschirme, auf den Kopf gestellte Stühle und Tische sowie entwurzelte Bäume sind wiederkehrende Sujets seiner unverkennbaren Zeichnungen.

Delmes & Zander zeigt erstmalig die Arbeiten in einer Einzelausstellung in Köln mit teils großformatigen Zeichnungen.